2008 - Norwegen - AIDA Kreuzfahrt

AIDAaura - Pooldeck
AIDAaura - Pooldeck

Mai 2008, unsere Koffer sind längst gepackt, und die Vorfreude ist unbeschreiblich groß. Was genau passiert? Eigentlich wissen wir es nicht, denn es ist unsere erste Kreuzfahrt mit der AIDA. Das Schiff, die AIDAaura, wird in den nächsten 14 Tagen unser zu Hause, unser Hotel und unser Fortbewegungsmittel sein.

 

Abfahrt in Hamburg

20Uhr, es sind alle Passagiere an Bord. Unsere Kabine konnten wir bereits unter die Lupe nehmen und können uns voll und ganz aufs Auslaufen konzentrieren. Es stehen wohl alle an den Oberdecks und gucken auf den Hamburger Hafen und die Landungsbrücken und winken den Menschen die sich zum Abschied des Schiffes eingefunden haben.

Wow, was für ein Gefühl!

Landungsbrücken - Hamburg
Landungsbrücken - Hamburg

Langsam schiebt sich die AIDAaura vom Kai weg und es geht Elbabwärts in Richtung Nordsee. In Altona, Blankenese und an der Schiffsbegrüßungsstelle Willkomm-Höft stehen die Menschen und winken uns zu… im Hintergrund spielt die AIDA Musik… Gänsehaut-Feeling!

 

Das erste Abendessen, inkl. der Willkommensparty die erste Nacht und der erste Seetag stehen vor uns. Eindrücke die wir erst einmal verarbeiten müssen.

 

Am ersten Tag (Seetag) lernen wir das Schiff mal richtig kennen. Wir schauen uns alles an, um uns auch in den kommenden Tagen zurecht finden zu können. Wir genießen sämtliche Mahlzeiten an Board und merken, dass man damit die Seetage sehr gut überbrücken kann. Ansonsten genießen wir heute das schöne Wetter auf dem Sonnendeck und lernen die ersten Mitglieder des AIDA-Show-Ensemble kennen.

Bryggen - Bergen
Bryggen - Bergen

Am Abend unser erster faszinierender Sonnenuntergang über der Nordsee kurz vor Norwegen. Es ist Ende Mai, die Tage hier oben im Norden werden immer länger und die Nächte kürzer!

 

 

Bergen

Unser Schiff schiebt sich durch die Fjorde, die Berge und Felsen wandern an uns vorbei, dabei öffnet sich am Horizont wieder ein neuer Weg und der Blick wandert zu den nächsten gigantischen Felsformationen. Sehr imposant, vielen Dank an den Bühnenbildner für diese tolle Inszenierung. ;)

 

Am Vormittag erkunden wir Bergen auf eigene Faust. Laufen am Hafen entlang, schauen uns Bryggen und den Fischmarkt an. Es regnet nicht, man sagte uns das wäre für Bergen sehr sehr sehr selten…. Wir haben natürlich nichts anderes erwartet! Am Nachmittag lassen wir uns von einem Guide mit der Fløibanen auf den Fløyen bringen, dem Hausberg von Bergen. Hier gibt es einen Aussichtspunkt auf 320m Höhe. Im Nachgang hätte man die Tour auf den Berg auch ganz alleine machen können, aber man hätte auch niemanden dabei gehabt, der noch etwas dazu erzählen kann. Die Aussicht auf Bergen und den Hafen haben sich jedenfalls gelohnt!

Geiranger Fjord
Geiranger Fjord

Unsere nächste Station führt uns nach Hellesylt und in den Geirangerfjord nach Geiranger. Vorbei am „Freier“, den „Sieben Schwestern“, und dem „Hochzeitsschleier“. Alles Wasserfälle auf dem Weg nach Geiranger, die im Frühjahr wirklich unwahrscheinlich viel Wasser mit sich führen. Die Sieben Schwestern zum Beispiel haben dann noch 5-7 weitere Geschwister. ;)

 

In Geiranger selber haben wir dann unser bisher teuerstes Eis gegessen… mit den Touris kann man’s ja machen. 8€ für ein kleines Softeis, OK es war lecker, aber es sind immer noch 8€ !!!

Storseterfossen
Storseterfossen

Für heute ist eine Wanderung auf den Berg Westeras geplant. „Steiler Aufstieg, bitte festes Schuhwerk mitbringen“ … na wir werden sehen.


Ein kuzer Ausflug ganz nach unserem Geschmack, die Tour war ca. 6km lang und dabei galt es nur ca. 500 Höhenmeter zu überbrücken. (Das Schlechte Gewissen, wegen dem tollen Essen an Board, ist wieder beruhigt!)


Vorbei an kleinen Wasserfällen die durch die Schneeschmelze in den höher liegenden Regionen gut gefüllt waren, entlang saftiger Wiesen die bereits durch die ersten Ziegen und Schafe bevölkert waren. Unser Tagesziel war der Storseterfossen, ein 30m hoher Wasserfall auf dem Berg, welchen man „hinterklettern“ konnte.

Ein Blick durch den Wasserfall hindurch erlebt man auch nicht alle Tage.

Nasse Steine, Geröll und Felsen – gesichert durch ein kleines dünnes Stahlseil…. Was sind wir froh keine Turnschuhe oder Sandahlen! getragen zu haben, wie es manche Leute doch glatt geschafft haben….

 

Eine wirklich lohnenswerte Tour, mit tollen Ausblicken über die Fjord- und Berglandschaften Norwegens!

Zufahrt  - Trollstiegen
Zufahrt - Trollstiegen

In Molde wechselten wir von der AIDA auf ein kleineres Schiff um weiter in den Moldefjord vordringen zu können. Über Stordal und Valldal ging es an den Gutbrandsjuret-Wasserfall um dann endlich nach einiger Fahrzeit das Panorama über die Trollstiegen genießen zu können.

 

Hier oben (700m ÜnN) liegt auch Ende Mai noch so einiges an Schnee, der Größenvergleich zu unserem Bus spricht da für sich alleine! Hier auf den sehr engen Straßen, teilweise nur einspurig, mit den vielen Serpentinen, wird den Busfahrern so einiges abverlangt. Respekt!

 

Auf dem Rückweg nach Molde besuchen wir noch die bis zu 1700m Hohe Trollwand. Leider können wir von dieser max. 20m sehen, denn der Rest steckt in den dicksten Nebelschwaden! Schade, aber das ist eben die Natur.

Nidarosdom - Trondheim
Nidarosdom - Trondheim

Es folgt ein weiterer sonniger Tag unter warmer, norwegischer Sonne.

Wir sind in Trondheim angekommen und lassen uns mit der Thamshavnbahn, einem Museumszug, zur stillgelegten Kupfergrube nach Thamshavn bringen.

 

Bei der anschließenden Stadtführung entdecken wir den gewaltigen Nidarosdom, einer der prächtigsten Kirchen in Norwegen. Stellen fest, das die Altstadt Trondheims genau wie Hamburg auf Holzpfählen im Wasser erbaut wurde, dabei aber viel bunter und ansprechender als die Hamburger Speicherstadt daherkommt. Trondheim ist eine Stadt mit Chick und Charme, toller Architektur und klassischen Elementen! Gefällt!

Umgebung Alesund
Umgebung Alesund

In Ålesund genießen wir nach einem kurzen Besuch des Meeresmuseums (Atlantikpark) einen wundervollen Blick über die gesamte Stadt, welche sich auf mehrere kleine Inseln verteilt.


Durch einen der längsten Unterwassertunnel (ca. 3844m, 156m tief) machen wir einen kurzen Abstecher nach Godøy.

 

Im Eidfjord genießen wir die Aussicht aus dem Whirlpool vom Pooldeck auf die Fjordlandschaft um uns herum, bevor wir uns zu Fuß auf Erkundungstour begeben. Auf diesem kurzem Stopp stellen wir fest, dass die Winter lang und kalt sein müssen, denn hier werden für Bäume, Fahrräder und Brückengelänger „Schutzbezüge“ gehäkelt und gestrickt. Verrückt!

 

Auch nutzen wir hier im Fjord unsere Chance direkten Kontakt zum Gletscherwasser zu machen, welches direkt aus einem Bach in den Fjord fließt. Wow, das Wasser ist aber noch verdammt kalt!

Stavanger
Stavanger

In Stavanger, lassen wir uns zum Kauf von echten Dosen-Sprotten im Fischmuseum verleiten und stellen Fest, das ich die nie wieder in Deutschland kaufen kann, weil sie bei uns jetzt überhaupt nicht mehr schmecken!!! Verdammt wenn man einmal so etwas Leckeres probiert hat!

 

Die Weiße Stadt am Meer, so könnte man Stavanger auch nennen, denn die vielen kleinen weißen Fischerhäuser im Bereich der Altstadt haben ein unheimliches Flair!
Stavangers Domkirche kommt uns irgendwie bekannt vor, der Nidarosdom in klein. Fast. Hier einen Zweitwohnsitz!? Das könnte uns jedenfalls gefallen!

 

Und leider sind wir auch schon wieder auf der Rückfahrt mit der AIDAaura in Richtung Hamburg. Wir genießen weiterhin den Luxus des „Hoteldabeihabens“, das leckere Essen, die Abwechslung der Unterhaltung und feiern einen ordentlich Abschied eines mehr als gelungenen Urlaubs.

Begrüßung durch den Hamburger Hafen
Begrüßung durch den Hamburger Hafen