Berchtesgaden - Deutschlands letzter und schönster Winkel!

Auf dem Weg zum Gipfelkreuz des Jenners.
Auf dem Weg zum Gipfelkreuz des Jenners.

Nach 940km, unterbrochen durch eine Stippvisite in Nürnberg, empfängt uns das bereits ins Herbstgewand gehüllte Berchtesgadener Land. Schönau am Königssee liegt wie im Bilderbuch vor uns und wir folgen dem Ruf des Malerwinkel-Wanderweges.  Als kleine Einstiegstour reicht das allemal und noch scheint die Sonne, die einfach nur genossen werden möchte. Die Aussicht über den Königssee und auf die Kapelle St. Bartholomä sind traumhaft! Dieser knapp 4km lange und sehr leichte Rundwanderweg liegt nord östlich vom Königssee und beginnt natürlich am großen Parkplatz mitten in Schönau.

 

Am Nachmittag ändern wir spontan unsere Pläne und  nehmen noch die Seilbahn ab der Talstation hinauf zum Gipfel des Jenners. Auf 1874m hat man auf Schönau, den Königssee und natürlich St. Bartholomä wieder eine fantastische Aussicht. 1200 Höhenmeter oberhalb des Sees liegt man aber immer noch unterhalb des gegenüberliegenden Watzmann Massives und des Kehlsteinhauses auf dem Obersalzberg. Trotz der Sonne ist der Herbstwind scharf und kühl und in den Tälern stehen mehr und mehr kleinere Wolken und Hochnebel, die die Sicht doch etwas trüben. 


Am nächsten Morgen starten wir wieder in Schönau. Mit einem Elektroboot geht es zum Seelände, um St. Bartholomä auch aus der Nähe bewundern zu können. Gleichzeitig starten wir hier unsere Tageswanderung über den Rinnkendlsteig zur Archenkanzel, Kühroint und Grünstein zurück nach Schönau. Unser GPS zählt 12 Kilometer und 1245 Höhenmeter, hoch und auch wieder herunter! Die Wolken hängen extrem tief, Niesel und Regen wechseln sich ab und unser Geschnaufe wird von den Wolken gedämpft. Eine Gämse in ca. 50m Entfernung nimmt uns zumindest nicht als Bedrohung war und beobachtet uns für gute 5 Minuten bevor sie sich wieder in der felsigen Landschaft versteckt. 


Ein weiterer Tipp unserer Gastgeberin Lisa Graf-Riemann ist die Wimbachklamm. Eine Felsenschlucht in der sich der Wimbach hinunterschlängelt. Weiter über das Wimbachgries stärken wir uns, jedoch erst auf der Rücktour, am Wimbachschloß. Eine Hütte mit leckeren Mahlzeiten und Fruchtschorlen. Deftiges fehlt natürlich nicht. Die Wimbachhütte erreichen wir heute leider nicht, in der Nacht zuvor hatte es etwas geschneit und so rasten wir direkt zwischen dem Watzmann und Hochkalter in der Sonne im Tal und begeben uns dann langsam wieder auf den Rückweg.  Von den Hängen donnert es immer wieder, die ersten Schneelawinen, die auf dem noch zu warmen Gestein keinen Halt finden. 

 

Zwischen Watzmann und Hochkalter im Wimbachgries kurz vor der Wimbachhütte.
Zwischen Watzmann und Hochkalter im Wimbachgries kurz vor der Wimbachhütte.

In Ramsau befindet sich DAS Kalendermotiv Deutschlands - die Pfarrkirche St. Sebastian. Neben der von uns bereits besuchten Wimbachklamm gehört auch der Hintersee zur Gemeinde Ramsau und bietet dem Besucher ein einzigartiges Bergseepanorama! Glasklares Wasser, die sich spiegelnden Berge und die umliegende Natur z.B. mit dem Zauberwald laden zu ausgedehnten Spaziergängen und Wanderungen ein! 


Nördlich von Berchtesgaden, auf halbem Wege nach Salzburg, liegt Marktschellenberg. Hier existiert die letzte Deutsche Marmorkugelmühle an der Mündung des Almbaches in die Berchtesgadener Ache. Der Almbach schlängelt sich durch tiefes Gestein und formt so seit der letzten Eiszeit vor 15.000 Jahren die Almbachklamm. Aktuell sind nicht alle der 29 Brücken begehbar was aber weder den Spaß noch den Reiz diese Klamm zu durchwandern trübt. Der Rückweg erfolgt über den Talgraben- und den Hammerstielwanderweg auf dem wir doch glatt noch wahrhaftige Almkühe auf der Weide sehen können. ;)