Das Weserbergland

Dem Rattenfänger auf der Spur durch die Innenstadt Hamelns, vorbei am Rathaus, an dem interessierte Touristen das Märchen anschauen können, zieht es uns in die Altstadt um die tolle erhaltene Weserarchitektur begutachten zu können. Verträumte Gassen, die Blüten der Balkonpflanzen blühen um die Wette und die Fachwerke wirken frisch wie nie zuvor. Herzlich Willkommen im Urlaub, Sie sind angekommen. ;)

 

Wir verbringen unsere Nächte in Bad Münder am Deister und erkunden sternförmig das Weserbergland. Kurorte wie Bad Pyrmont oder Bad Salzuflen bieten alle ihren eigenen Kurpark,  in dem es sich hervorragend spazieren lässt. Warum man dafür allerdings einen Eintritt verlangen muss erschließt sich uns nicht, andere Städte schaffen einen tollen Park auch ohne Eintrittsgelder zu finanzieren, vielleicht sollte man ggf. die Parkgebühren von 1€ anheben, dann fällt es dem Großstadtbewohner nämlich gar nicht auf! ;)

 

Unser persönliches Highlight, wir wandern einen Teil des 225 Kilometer langen Weserbergland-Weges. Unser Tagesziel: der 341m hohe Hohenstein, ein Berg des westlichen Süntels, der nach Westen über 40m steil abfällt und einen grandiose Sicht auf das Wesertal bietet. Auch Kletterer finden hier ein anspruchsvolles Plätzchen.

 

An der Deutschen Märchenstraße liegt das Dornröschen Schloß: die Sababurg. Angschlossen sind ihr der Tierpark Sababurg und der Urwald Sababurg in unmittelbarer Umgebung. Das Schloss bietet nur 2x täglich eine Führung, wer also gerade zu anderen Zeiten vor Ort ist, kann sich nur den Hofgarten und die Ruine anschauen, leider ist dass, was man dort zu sehen bekommt sein Geld nicht wert. Der Tierpark ist ein Himmelreich für die dort lebenden Tiere, bei den Pinguinen bin ich mir allerdings nicht so sicher. ;) Des Tieren freud ist des Menschen leid, bei Gehegen die riesig sind, sieht man natürlich nen Ochsen manchmal auch nur aus 500m Entfernung. Bei 300mm   Brennweite schon wirklich weit weg. Für Familien mit Kindern gibt es zwar am Eingangsbereich noch Kontaktgehege bei denen man den Tieren auch etwas näher kommen kann, aber um das Wildlife Gefühl zu bekommen braucht man schon etwas an Technik oder sehr viel Geduld.

 

Ein Märchenwald schlechthin ist der Reinhardswald, der Urwald Sababurg, mit seinen bis zu 700 Jahre alten Eichen- und Buchen fühlt man hier noch das Leben aus vergangenen Tagen. Ein Wühlen und Kratzen im Wald, keine Hutetiere wie Schwein, Schaf oder Ziege, nur eine Amsel.  Aus der Kamineiche steckt der Disney-Uhu seinen gefiederten Kopf und fängt an von einer Geschichte einer schönen Prinzessin und eines mutigen Prinzen zu erzählen...... *träum*

 

Am nördlichen Rand des Weserberglandes liegt das Steinhuder Meer, dass zur Region  Hannover gehört. Es lässt sich mit dem Fahrrad bequem umrunden, wenn man denn sein eigenes mitbringt. Oder man ärgert sich etwas über die gemieteten aus Steinhude, bei denen man gefühlt 1000mal öfter trampeln muss. Die ca. 35km um den nur durchnschittlichen 1,35m tiefen See erledigen wir mit ein paar kleinen Abstechern in gut 6 Stunden. Wir durchfahren mehrere kleine Orte, Vogel- und Naturschutzgebiete und sehen immer wieder viele und vor allem große Greifvögel.

 

Und weiter führt uns unser Weg gen Osten, in Richtung der aufgehenden Sonne. Next Stop: Die Sächsische Schweiz und das Elbsandsteingebirge. Inklusive obligatorischen Dresden Abstecher der natürlich auf keinen Fall fehlen darf. ;)