USA - Wilder Westen und Nationalparks

Ein Roadtrip durch den Südwesten der Vereinigten Staaten

Die ESTA Einreisegenehmigungen ungenutzt liegen lassen? Das kommt für uns nicht in Frage. So beschließen wir bereits Ende 2014, dass wir ein weiteres Mal in die USA reisen werden. Dieses Mal für einen ganzen Monat und als neue Destination wählen wir den Südwesten der Vereinigten Staaten. Unsere Reise soll zu Fuß in San Francisco starten, mit dem Leihwagen fahren wir den Highway Nr 1. gen Süden bis wir über das DeathValley nach Las Vegas fahren. Dort tauschen wir nach 2 Tagen auf einen Camper mit dem wir dann weiter westwärts und anschließend nach Norden fahren, um nach einem Monat wieder in San Francisco zu landen. Unsere Routenplanung umfasst mehr als 5600km, die uns quer durch 6 Bundesstaaten führt.


Auf Europa projeziert würde es so aussehen wie links auf der Karte ;)
Letztlich sind es dann 6170km geworden.

Hochnebel drückt vom Pazifik in die Stadt und somit liegt auch noch jenseits der Hafengrenze ein Hauch von Fisch und Alge in der Luft. Wir nehmen das erste Schiff vom Hafen zur Gefängnisinsel Alcatraz. Es weht ein kalter Wind und es ist still auf dem Wasser.  Die Insel kommt aus der Nebelwand immer näher und nach kurzer Fahrt können wir mit als Erste (für diesen Tag) ¨The Rock¨ betreten. Der deutschsprachige Audioguide ist sehr empfehlenswert. Authentisch aus der ICH-Perspektive erzählt fühlt man sich sofort in die Zeit der Insassen zurückversetzt. 

Wind und Wetter nagen am Gemäuer, Tiere und Pflanzen erobern sich ihre Lebensräume auf dem kargen Eiland und schaffen so einige kleine Oasen.

Auf der Rückfahrt lichtet sich der Nebel wie fast jeden Tag zur späten Mittagszeit und lässt uns einige tolle Aussichten auf die Stadt genießen. An der Pier angekommen erkunden wir von hier ostwärts den Hafen. Wir laufen in Richtung Bay Bridge, vorbei am Cruise Terminal, der eindrucksvollen Markthalle an der Market Street (wo wir unsere ersten Austern im Leben essen) bis hinauf auf den Hausberg zum Coit Tower, der uns weit über die Stadt gucken lässt. Gegenüber liegt die berühmte Lombard Street, kein wirklich fotografisches Highlight, aber die Touristen zu beobachten wie sie die Straßen und Kreuzungen verstopfen ist schon witzig. Über Union Square und Grand Street kommen wir zur größten chinesischen Stadt außerhalb Chinas. China Town.  Den Cable Cars auf der Powell Street folgend gelangen wir wieder zur Fishermans Wharf wo wir nach einem langen Tag wieder unser Hotel erreichen. 


San Francisco liegt hinter uns und wir sind mit unserem Leihwagen auf dem Weg nach Süden. Der Pazifik-Highway Nr. 1  schlängelt sich direkt am Wasser entlang. Schön wird es ab Carmel bzw. Monterey. Unweit der Fishermany Wharf in Monterey sind wir Gäste in Rosines Restaurant. Hier gibt es Rippchen, die ihres Gleichen suchen! 

Am Highway liegt der ¨Point Lobos State Park¨, der mit dem ¨Cypress-Grove-¨, ¨Sea-Lion-¨ und ¨Bird-Island-Trail¨ gleich mehrere tolle Wanderwege besitzt. Wir können hier mehr als 25 verschiedene Tierarten zählen! Leider zeigt auch hier der Pazifik seine kalt-nasse Seite.

Dem Streckenverlauf folgend können alle weiteren State Parks, nach Besuch des Point Lobos State Park, kostenfrei besucht werden. Im ¨Pfeiffer Big Sur State Park¨ wandern wir auf dem ¨Valley-View-Trail¨ und können auch hier wieder viele Tiere beobachten. 

Am ¨Pfeiffer Beach¨ (kostenpflichiger Privatstrand) schlagen meterhohe Wellen an den Strand und umspülen und durchbrechen hier grandiose Fellsformationen. Im ¨Julia Pfeiffer Burns State Park¨ wartet ein kleines Stück Karibik auf den Besucher. Der ¨McWay Cove Wasserfall¨ ergießt sich, umringt von Palmen, direkt auf den Strand.
Vor Pismo Beach liegt das ¨Piedras Blancas Reservat¨ direkt an der Straße. Der Amerikaner kann hier direkt aus dem Auto heraus tausende Seeelefanten beobachten. ;)

Die Bucht vor Big Sur ist nur eine der vielen grandiosen Landschaften, die sich als Panorama eignen.
Die Bucht vor Big Sur ist nur eine der vielen grandiosen Landschaften, die sich als Panorama eignen.

Pismo Beach und der Pazifik liegen hinter uns, die Landschaften werden zunehmend trockener und langsam färbt sich das Grün zu Gelb/Gold. Endlich sehen wir die schier endlosen Weinfelder. Reebstock an Reebstock, aber fast ausschließlich rote Weine. Für einen guten Riesling ist es hier einfach zu warm.


Landeinwärts geht es durch Bakersfield mit seiner Industrie und Landwirtschaft. Auf dem Weg zum nordwestlichen Eingang des Death Valley National Parks durchqueren wir die 42mi lange Schlucht des ¨Kern River Valley¨ welche zum ¨Sequoia National Forest¨ gehört. 

Am Eingang des NP´s steuern wir den ersten Aussichtspunkt an. Die Sicht geht weit über die vor uns liegende Tiefebene hinaus. Die Erde ist rötlich gefärbt, Vegetation gibt es hier kaum noch. Nach dem Besuch der ¨Mesquite Flat Sand Dunes¨ beziehen wir unsere Unterkunft in der Furnace Creek Ranch. Die Temperaturen sind noch einigermaßen erträglich. Ca. 40 Grad Celsius. Weiter im Herzen des National Parks liegen der ¨Devils Golf Course¨, das ¨Bad Water Basin¨, der ¨Artists Drive¨ und viele andere wunderschöne Naturspektakel. Farben wie aus dem Bilderbuch. Gerade nach Sonnenaufgang erstrahlt auf dem Weg zum östlichen Ausgang der ¨Zabriskie Point¨ in der frühen Morgensonne in den tollsten Farben. 

Auf dem Weg nach Las Vegas stoppen wir noch am Area51 Visitor Center. Von der Straße kann man zwar Einiges an Militär sehen, aber das ist nur ein Air Force Luftwaffenstützpunkt. Die kleinen Grünen Männchen bleiben uns leider verborgen. ;) Ich vermute aber, dass wir mehr unter Beobachtung standen, als wir es uns denken können. ;)

Auf dem Weg nach Las Vegas überschreiten wir die Grenze von Kalifornien nach Nevada. Der Check Inn im Aria Resort Hotel in Las Vegas gleicht dem Check Inn am Flughafen, Wahnsinn. Wir beziehen unsere absolut geniale High-Tech-Suite und bringen anschließend unseren Wagen zum Flughafen zurück. Den Strip laufen wir auf und ab. Am Las Vegas Sign heißt es Schlange stehen oder mal ne andere Perspektive suchen. ;) Wir schauen uns die größten und ¨wichtigsten¨ Hotels innen und außen an. Besuchen die Auto Collection im Linq Hotel, essen vom Bufet im Flamingo, laufen durch Venedig im Venezian, fahren schiefe Rolltreppe im Ancor und Wynn, besuchen die Fontänen und den Botanical Garden am Bellagio. An den Spielcasinos kommt man in Las Vegas nicht vorbei. Aber spielen tun wir nicht. 


In Las Vegas nehmen wir unseren Camper entgegen und erledigen unseren ersten Großeinkauf im WalMart für die wichtigsten Sachen der kommenden 3 Wochen. Man kann ja nicht alles aus Deutschland mitnehmen. ;) Unser nächster Stopp: der Hoover Staudamm, die Wasserversorgung der Spielermetropole. Nach einem kurzen Aufenthalt beenden wir unsere erste Tagestour an der Southrim des Grand Canyons.

Da unser neues zu Hause aber doch langsamer ist als gedacht, ist der erste Tag leider etwas länger und wir freuen uns auf unseren reservierten Stellplatz zurück greifen zu können :)

Die Nacht war kalt, sehr kalt. Die Temperaturen liegen nur kurz über dem Gefrierpunkt. Auf ca. 2100m ÜNN liegt die Kante der Southrim des Grand Canyons, ca. 1200m höher als der Lauf des Colorado River. Vom Mathers Campground aus fahren Busshuttles noch vor Sonnenaufgang ins Canyon Village, um den von hier aus westlichsten Punkt anzusteuern. Hermitts Rest. Wir laufen die gesamte Rim zurück zum Valley, dabei steigen die Temperaturen sehr kontinuierlich. Die Zwiebel pellt sich. Meine Erkältung, die ich mir wohl unter den Klimaanlagen Las Vegas zugezogen habe, wird immer schlimmer. Dennoch starten wir zum Sonnenuntergang nochmals zur Rim, Hopi Point soll den schönsten Ausblick bieten. Östlich im Park gelegen genießen wir die letzten grandiosen Aussichten auf den Grand Canyon. Vor einer tollen Kulisse liegt der Desert View Point. 


Im Gebiet der Navajo Indianer, kurz vor Page, liegt ein weiter Punkt unserer Reiseroute. Der Horseshoe Bend. An dieser Stelle macht der Colorado eine 270Grad Kurve durch das Gestein, die den Fotografen einiges abverlangt, um diese Aussicht aufzunehmen. Unweit dieser grandiosen Szenerie bieten die Indianer die Möglichkeit in einen Slotcanyon zu wandern. Den Lower Antelope Canyon. Ausgespült bietet der Canyon heute zur Mittagszeit athemberaubende Sunbeams, welche uns jedoch aufgrund der Tageszeit verborgen bleiben.

An der Marina in Page erleben wir die einzige sternenklare Nacht und können so noch direkt vor dem zu Bett gehen den Sternenhimmel fotografieren. 

Mittlerweile lassen wir bereits Arizona hinter uns und steuern dem Bryce Canyon in Utah entgegen. Am Highway 12 gelegen finden wir auch eine Kulisse wie von Karl May, den Red Canyon. Cowboy und Indianer sucht man hier jedoch vergebens. ;) Am Visitor Center des Bryce Canyon fahren wieder kostenfreie Shuttlebusse für Anual Pass Besitzer. Wir parken unseren kleinen Bus und lassen uns zum Inspiration Point bringen. Der Rimtrail führt am Sunrise und Sunset Point vorbei wieder zurück zum Ausgangspunkt. Die Sicht ist unschlagbar, über 132km können wir in die Ferne sehen. 

Auf dem weiteren Weg des Hwy12  gelangen wir zum Kodachrome State Basin, wo wir unsere Nacht verbringen. Mittlerweile ist Nicole`s Erkältung in vollem Gange und ich werde langsam wieder gesund.  

Wir fahren weiter auf dem Hwy12 durch den Dixie National Forest sowie den Staircase Escelate in Richtung Torrey. Unser eigentliches Ziel der Camp Ground am Capitol Reef National Park ist jedoch leider schon belegt und so bleiben wir in Torrey auf einem größeren Campground und nutzen die Zeit zum Wäsche waschen und machen im Camper mal Klar Schiff. Wir nutzen den einen gewonnen Tag aus dem Capitol Reef und werden somit einen Tag früher nach Norden aufbrechen. 

Wir fahren über die I-15 nach Norden und navigieren unserem Camp Ground in Anderson Cove entgegen, welcher etwas nord-östlich von Salt Lake City gelegen ist. Die Strecke nach Norden zieht sich etwas und somit verbringen wir sehr viel Zeit auf der Straße. Nächster Halt: Idahoe Falls, es regnet bereits seit 2 Tagen und wir nutzen den Stop nur zum Übernachten, bevor wir tags darauf das Visitor Center in Montana des Yellowstone National Parks erreichen. 

Dass wir hier direkt mit Neuschnee empfangen werden, damit hätten wir wohl nicht mehr gerechnet. Es ist Mitte Mai und bisher hatten wir alles was das Wetter so bietet. Auf der Parkgrenze zwischen Montana und Wyoming ist es eisig kalt, so dass selbst der Dampf der Geysire flach über den Boden, über die Straßen, weht. 

Von Osten gelangen wir in den ältesten aller National Parks der Vereinigten Staaten und könnten eigentlich alle hundert Meter anhalten und staunen. Auf unseren ersten Bison brauchen wir nicht lange zu warten, denn dieser läuft direkt vor uns auf der Straße. ;)

Unsere erste Nacht verbringen wir im östlichen Teil des Parks im Fishing Bridge RV Park, der unweit vom Yellowstone Lake entfernt ist. Die Schneewolken hängen tief und lassen immer wieder die weißen Flocken zur Erde fallen. Auf dem Weg zum Canyon Village schauen wir uns die Le Hardy Rapids, das Heyden Valley und den Grand Canyon of the Yellowstone an. Im Canyon lohnt sich der Southrim Drive. Vom Artists Point lässt sich der Lower Fall (94m) am besten beobachten. Den Upper Fall (33m) kann man am besten von Uncle Toms View Point aus beobachten. 


Von der Grand Loop Road geht es ab der Norris Junction nach Norden zu den Mammoth Hot Springs. An der Terraces Area angekommen würden wir im Nachgang direkt zu den Lower Terraces weiter gehen, denn diese bieten weitaus mehr zu sehen. 

Zurück am Madison River beziehen wir dort am gleichnamigen Campground unser nächstes Quartier. Die Nächte sind wieder sehr kalt, es gibt vereinzelt Neuschnee und durch die tief hängenden Wolken ist die Sicht etwas getrübt.

Wir starten dennoch in Richtung des Old Faithfull, dem größten Geysir im Yellowstone National Park. Die Ausbruchzeiten liegen um die 90min. Mal mehr, mal weniger. Am Geysir Hill gelegen besuchen wir den Grand- und Giant Geysir und finden nach einigem Laufen den Morning Glory Pool. Ein Traum von einem Pool, die Farbenpracht ist leider nicht natürlichen Ursprungs. Bakterien, die von hinein geworfenen Gegenständen (Münzen, Müll, etc.) stammen, lassen die Wasserfarbe durch Reaktion verändern.
 

Am "Midway Geysir Basin" sprudelt und dampft es wieder. Wie alle Touristen im National Park werden auch wir davon angezogen und folgen der Grand Prismatic Spring. Leider werden uns Größe und Ausmaß dieses fantastischen Pools erst im Nachgang bewusst, da wir vor Ort durch den vielen Rauch und Nebel kaum die Dimensionen und die Schönheit dieses Ortes war nehmen können. 


Im National Park liegen Leben und Tot dicht beieinander. Abgestorbene Bäume, ganze Landstriche vom schwefelhaltigen Wasser vernichtet. Gegenüber den Jungtieren bei den Bisons, die wie im Fernsehen ein Bild abgeben, welches wir vor Ort nicht erwartet hätten. Ein Kalb beim Säugen zu sehen, und das aus wenigen Metern Entfernung lässt unsere Herzen höher schlagen.

Nach 5 Tagen im Yellowstone verlassen wir diese grandiose Bühne der Natur und fahren wieder westwärts in Richtung Lake Tahoe. 2 Tage dauert die Reise, die uns durch Twinn Falls und Winnemucca führt.


Twinn Falls liegt wie bereits Idahoe Falls am Snake River und bietet mit den Shoshone Falls einen 14 Meter höheren Wasserfall als die Niagara Fälle. Okay, die Wassermassen sind bei Weitem nicht die selben, dafür leben unweit des Wasserfalls Wildlife Murmeltiere. Sooo goldig die Dicken. :)

Unsere weitere Fahrt wird wieder sehr nass. Regen, Hagel und sogar Schlammlawinen begleiten uns nach Westen. 

Südlich des Lake Tahoe liegt der Fallen Leaf Lake mit seinem gleichnamigen Campground, eingebettet zwischen den beiden Seen auf 1900 Höhenmetern. Die Regenwolken geben für einige Stunden den blauen Himmel frei und lassen uns die Gegend erkunden bevor wir am kommenden Tag wieder alles bei Regen machen müssen. Es ist Memorial Day, die Amerikaner stürmen die Campgrounds und Picknic Areas. Es wird voll im Wald.


Merke: Nutze keinen Feiertag um in den Yosemite National Park zu fahren!!! Das Wetter ist an einem Feiertag natürlich besser, dafür hat die amerikanische Regierung ja gesorgt, aber es ist brechend voll! Wir kommen mit unserem Camper bis zum Tunnel View Point, danach ist 1. für Fahrzeuge über 10m Länge der Weg zum Glacier Point gesperrt und 2. stehen in die andere Richtung die Fahrzeuge die nächsten 4 Stunden still!!! Gefangen in der Natur. Gott sei Dank haben wir unseren Kühlschrank dabei. ;)


Die kommenden Tage entspannt sich jedoch die Lage im Park und unser erster Unmut ist schnell verflogen. Wir starten unsere erste Wanderung vom Isles Nature Center zum Vernal Fall. Die meisten Parkbesucher machen hier bereits kehrt. Wir wandern weiter über den Emerald Pool hinauf zum Nevada Fall. Das eisige Wasser brennt an unseren Füßen, die wir zur Abkühlung in den Merced River halten, bevor dieser sich den Berg hinab stürzt. Auf dem Rückweg nehmen wir den John Muir Trail zurück ins Tal. 500 Höhenmeter und 12 Kilometer lassen unsere Füße dampfen. Am nächsten Tag parken wir unseren Camper direkt am Fuße des El Capitan. Ein Eldorado für Kletterer.  

Wir laufen am Merced River entlang durch das Yosemite Valley, besuchen den Upper- und Lower Yosemite Fall bevor wir zum Bridalvail Fall mit dem Shuttlebus gelangen. Wenig Wasser, viele Besucher und der Ami parkt mal wieder direkt vor der Haustür.... Im Frühjahr scheint der Anblick wohl um einiges interessanter. Der Sentinal Beach am Merced River im Valley ist unser letzter Ruhepunkt im National Park bevor wir am letzten Abend unseren Camper nach 20 Tagen wieder auf Vordermann bringen. Unser letzter Tripp startet gen San Francisco, unserem Ausgangspunkt der Reise.

Die letzten Tage in San Francisco genießen wir wieder an der Fishermans Wharf. Leihen uns ein Fahrrad und kommen auf die blöde Idee, die Stadt nochmals mit dem Fahrrad zu erkunden. Nie wieder. Zumindest nicht mit einem geliehenen Fahrrad! Die Dinger sind tödlich!


Am Alamo Square erwarten uns, leider im typischen San Francisco Nebel, die Painted Ladys. Die Stadt ist im Hintergrund kaum zu erkennen. Durch den Golden Gate State Park fahren wir in Richtung Golden Gate Bridge, die kaum zu erkennen ist. Meine Laune ist an einem Tiefpunkt angelangt, den wir auf dieser Reise so noch nicht erlebt haben. Dennoch entschließen wir uns die Brücke mit den Rädern zu überqueren und auf der gegenüberliegenden Seite die Qualen des Fahrradfahrens, auf die Maine Headlands, auf uns zu nehmen. Unsere Mühen werden belohnt, der Nebel verzieht sich und wir dürfen San Francisco samt Brücke als wunderschönes Panorama genießen. 

Wir sausen auf unseren Rädern bergab nach Sausalito, das macht endlich richtig Spaß! ;) Genießen das tolle Wetter und ein super leckeres Eis bevor wir unseren Rückweg, mit dem Fahrrad, antreten. Ab 16 Uhr dürfen Fahrräder nur noch die westliche Seite der Golden Gate Bridge in Richtung San Francisco befahren. Kein Gegenverkehr und eine steife Brise vom Pazifik lassen unsere Blicke immer wieder über den Ozean schweifen und einen Tag vor unserer Abfahrt kommt wieder ganz großes Fernweh auf...